2013 finden die nächsten Passionsspiele statt, wobei Erl hier sein 400-jähriges Jubiläum feiert. Erstmalig auch auf Wunsch mit englischer Szenenerläuterung mittels Kopfhörer und neuem Text von Felix Mitterer. Regie führt Markus Plattner.
Geschichte
Seit dem Mittelalter sind Passionsspiele ein wesentliches Merkmal der Tiroler Kulturlandschaft. Sie entstanden vielfach aufgrund von Gelöbnissen. Erl hatte als “Dorf an der Grenze” in seiner Geschichte immer wieder unter der Kriegsfurie hart zu leiden. Seit 1613 verkünden hier Passions- und Osterspiele die christliche Botschaft des Friedens. Die Wurzeln der Erler Passion gehen auf ein Osterspiel des Meistersingers Sebastian Wild aus Augsburg zurück, wie der älteste Spieltext aus dem Jahr 1613 belegt. Erl ist der älteste Passionsspielort im deutschsprachigen Raum.
Passionsspielhaus Erl
1959 wurde das außergewöhnliche Passionsspielhaus eröffnet, das nicht beheizbar ist. Es passt sich trotz seiner markanten Architektur der Berglandschaft an und stellt auch akustisch ein Meisterwerk dar. Im Zuschauerraum ist für 1500 Besucher Platz. In den Jahren zwischen den Passionsspielterminen ziehen hochrangige Opern- und Konzertaufführungen der Tiroler Festspiele Erl Tausende Musikliebhaber an.
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